PLANAUSKUNFT ANLEITUNG:
SCHRITT-FÜR-SCHRITT ZUR RECHTSSICHEREN LEITUNGSAUSKUNFT

Anleitung für das Einholen von Leitungsauskunft
Eine Planauskunft (Leitungsauskunft) ist bei jedem Tiefbauprojekt unverzichtbar.
Bevor Sie mit den Arbeiten beginnen, müssen Sie bei den zuständigen Ver- und Entsorgungsunternehmen Informationen über die im Boden verlegten Leitungen und Kabel einholen.
So vermeiden Sie Beschädigungen, Gefährdungen und Verstöße gegen gesetzliche Schutzauflagen.
Inhalt
- Einleitung
- Begriffsdefinition: Planauskunft, Leitungsauskunft, Trassenauskunft, Spartenauskunft oder Netzauskunft?
- Warum sind Planauskünfte wichtig?
- Bin ich gesetzlich verpflichtet Planauskünfte einzuholen?
- Woraus leitet sich diese Verpflichtung ab?
- Kosten Planauskünfte Geld?
- Praktische Tipps zum Einholen der Planauskunft – Eine Anleitung
- Schritt 1: Liste der Versorgungsträger
- Schritt 2: Ausführliche Netzbetreibersuche
- Schritt 3: Abfrage regionaler und überregionaler Portale
- Schritt 4: Ausführliche Recherche
- Schritt 5: Netzbetreiberliste
- Schritt 6: Aufbau einer Checkliste
- Schritt 7: Lage- und Übersichtsplan der Baustelle
- Schritt 8: Details zur Baustelle
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- Nützliche Vorlagen
Einleitung
Die LAO Ingenieurgesellschaft beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema Planauskunft. Wir bieten einen bundesweiten Service, der es Bauunternehmen und Ingenieurbüros ermöglicht, innerhalb weniger Minuten eine Anfrage an alle relevanten Versorgungsunternehmen zu stellen.
Unsere Ingenieure stammen überwiegend aus den Bereichen Geoinformation, Kommunaltechnik und Vermessung. Durch ihre langjährige Tätigkeit bei Ingenieurbüros und Netzbetreibern verfügen sie über fundiertes Fachwissen im Bereich Leitungsauskunft.
Begriffsdefinition
Planauskunft = Leitungsauskunft = Trassenauskunft = Spartenauskunft = Netzauskunft.
Alle Begriffe beschreiben den Prozess, bei dem Netzbetreiber die Lage ihrer Leitungen und Rohre in Kartenform bereitstellen.
Eine Planauskunft enthält in der Regel:
- die Lage der Leitungen
- die Sparte (z. B. Strom, Gas, Wasser, Telekommunikation)
- eine maßstäbliche Darstellung mit Bemaßung
- eine Gültigkeitsdauer des Plans
- eine Schutzanweisung mit Auflagen für Bauarbeiten
Wichtige Begriffe im Überblick:
- Aufgrabemeldung – gesonderte Anzeige des Baubeginns bei manchen Netzbetreibern
- Schachtschein – Erlaubnis für Tiefbauarbeiten an einer bestimmten Stelle
- Leitungsanfrage – formale Anfrage nach Planauskunft
- Baubeginnanzeige – Mitteilung über Start und Ende der Baumaßnahme
- Einweisungstermin – Vor-Ort-Termin mit Leitungsnachweis und Sicherheitshinweisen
- Anzeigemeldung – Begriff für Kleinstbaumaßnahmen (z. B. in Berlin)
- Fremdleitungen – Leitungen Dritter innerhalb einer Trasse
Warum sind Planauskünfte so wichtig?
Nur wenn Sie die unterirdischen Leitungen und Rohre kennen, können Sie Beschädigungen vermeiden.
- Gas-, Strom- und Wasserleitungen bergen erhöhte Gefahren.
- Für Planer verhindert die frühzeitige Leitungsauskunft Baustopps, Nachträge und hohe Zusatzkosten.
Bin ich gesetzlich verpflichtet, Planauskünfte einzuholen?
Ja. Jeder Bauunternehmer ist verpflichtet, vor Baubeginn Planauskünfte einzuholen.
Woraus leitet sich diese Verpflichtung ab?
Die Pflicht ergibt sich aus der Verkehrssicherungspflicht:
- BGB § 823 ff.
- DIN 1998-1 (Schutz von Versorgungsanlagen)
- DGUV Vorschrift 38
Auch Netzbetreiber haben die Pflicht, berechtigten Anfragenden Auskunft über ihre Leitungen zu erteilen.
Kosten Planauskünfte Geld?
- Bei vielen Versorgern: kostenlos über Online-Portale.
- Zusatzdaten (z. B. CAD, Höhenangaben): kostenpflichtig.
- Einige Betreiber berechnen eine Aufwandsentschädigung.
- Rechtsprechung (z. B. LG Frankfurt): deutet darauf hin, dass eine Basis-Auskunft kostenlos sein muss – endgültig ist dies aber nicht geklärt.
Praktische Tipps zum Einholen der Planauskunft – Eine Anleitung
Schritt 1: Liste der Versorgungsträger
Beim Tiefbauamt nach einer Liste der relevanten Versorgungsunternehmen fragen.
Schritt 2: Ausführliche Netzbetreibersuche
Online mit Suchbegriffen wie „Planauskunft + Stadt“ oder „Netzauskunft + Stadt“.
Schritt 3: Abfrage regionaler und überregionaler Portale
Viele Netzbetreiber betreiben eigene Portale.
Schritt 4: Detaillierte Recherche
Stadtwerke oder andere Betreiber kennen oft weitere Unternehmen – aktiv nachfragen!
Schritt 5: Netzbetreiberliste erstellen
Alle Ergebnisse in einer Excel-Liste erfassen – für künftige Projekte wiederverwendbar.
Schritt 6: Aufbau einer Checkliste
Alle Portale, Logins und Kontakte strukturiert notieren.
Schritt 7: Lage- und Übersichtsplan der Baustelle
Eindeutige Markierung der Baustelle (Straße, Flurstück, ggf. Luftbild).
Schritt 8: Details zur Baustelle
Projektbeschreibung, Baubeginn, Bauende, Auftraggeber, Ausführendes Unternehmen.




